Portrait von Sir Roger Norrington

Sir Roger Norrington

Foto: Thomas Müller/SWR


Sir Roger Norrington

 

Ehrenpräsident der Deutschen Sullivan Gesellschaft



Sir Roger Norrington CBE (geboren am 16. März 1934 in Oxford) ist ein weltweit gefragter Dirigent. Er studierte an der Westminster School Geschichte und an der Universität von Cambridge englische Literatur, während dieser Zeit betätigte er sich schon als Chorleiter von Amateurensembles. Musik studierte er am Royal College of Music. Er gründete in den 1960er Jahren mehrere Ensembles, die sich der historisch informierten Aufführungspraxis verpflichtet fühlen, darunter den Schütz Choir und die London Classical Players. Mit diesem Orchester war er einer der ersten, der auch Werke des 19. Jahrhunderts auf altem Instrumentarium sowie klassischer Besetzung und Aufstellung spielen ließ. Besondere Beachtung fand dabei eine Gesamteinspielung der Sinfonien und Klavierkonzerte Beethovens.

 

Sir Roger Norrington dirigiert des Radie-Synfonieorchester StuttgartDas Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dirigiert von Sir Roger Norrington. Foto: Henrik Hoffmann/SWR

 

Im Jahre 1969 wurde Norrington für 15 Jahre Leiter der Kent Opera. Während seiner Laufbahn als Operndirigent hat er vielfach auch die komischen Opern Sullivans geleitet. Wie auch heute noch war Roger Norrington in den 1980er und 1990er Jahren als Gastdirigent sehr gefragt.
1997 wurde er zum Ritter geschlagen. Sir Roger war von 1998 bis 2011 Chefdirigent beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Mit „seinem“ Radio-Sinfonie-Orchester hat Norrington ein ganz individuelles Klangbild erarbeitet, das von der Fachpresse gerne als Stuttgart Sound bezeichnet wird. Gemeint ist damit die Synthese von historisch informiertem Musizieren mit den Mitteln eines modernen und flexiblen Klangkörpers. Insbesondere macht Norrington sehr spärlichen Gebrauch des erst im 20. Jahrhundert eingeführten Vibrato, verwendet oft sehr zügige Tempi und variiert mit der Aufstellung der Instrumente auf der Bühne. Sinfonische Zyklen mit Werken von Haydn, Mozart, Beethoven, Berlioz, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Bruckner und Mahler, die Norrington in den letzten Jahren mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart interpretiert hat, haben weltweit für Aufsehen gesorgt.

Mit dem RSO Stuttgart des SWR spielte er auch die Konzertouvertüre Marmion von Arthur Sullivan ein und interpretierte die Ouvertüre zu The Yeomen of the Guard in mehreren Konzerten der Japan-Tournee im Frühjahr 2008 und 2011 in Stuttgart.
Roger Norrington trat mit "seinem" RSO Stuttgart auch mehrfach bei den Londoner Proms auf. Am 13. September 2008 dirigierte Norrington in London erstmals auch die Last Night of the Proms.


Norringtons Einspielungen der Beethoven-Sinfonien mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart waren für den Grammy nominiert und wurden mit dem Cannes Classical Award 2004 und mit dem Record Geijutsu Award 2004 ausgezeichnet, die Aufnahme der ersten Sinfonie von Edward Elgar erhielt den ECHO Klassik Preis 2001 (Beste sinfonische Einspielung). 2004 wurde er außerdem mit dem Bremer Musikfest-Preis ausgezeichnet.

Von 2011 bis 2016 war Sir Roger Norrington Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters.

 

 

 

Marmion-Ouvertüre in SWR-Musikreihe über Arthur Sullivan (Teil 5)

 

Diskographie

 

Sir Roger Norrington dirigiert des Radie-Synfonieorchester Stuttgart

 

 

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